Was wir machen

Wir sind ein Löschzug einer Freiwilligen Feuerwehr. "Also löscht ihr Brände, ist doch klar!", denkt sich wohl ein jeder. Aber unsere Aufgaben sind vielfältiger und unsere Einsätze und Übungsdienste weitreichender und spannender, als es sich manch einer vorstellen mag.

Sie können sich über den Link Einsätze über unsere aktuellen Einsätze auf dem Laufenden halten. Über unsere (größeren) Übungen informieren wir Sie gerne unter Übungen. Und wenn Sie etwas über den nicht ganz alltäglichen Feuerwehralltag erfahren möchten, sind Sie unter dem Menüpunkt Aktionen genau richtig.

Im Einsatz...

... sind wir natürlich, wenn es brennt. Aber auch beispielsweise, wenn Fahrzeuge und mit ihnen Personen verunfallt oder Tiere in Not geraten sind. Wir helfen auch anderen Löschzügen innerhalb und außerhalb des Stadtverbandes, wenn zum Beispiel eine Drehleiter benötigt wird. Bei Hochwasser setzen wir unsere Pumpen ein, um Gebäude vor größeren Schäden zu bewahren. Wenn ein Unwetter Bäume wie Streichhölzer umknicken lässt, sorgen wir dafür, dass sich daraus keine weiteren Gefahren für Menschen, Tiere und Sachwerte entwickeln und dass Straßen passierbar bleiben. Natürlich rücken wir auch aus, wenn Brandmeldeanlagen in Industrieunternehmen oder Schulen auslösen. Wir sind auch ausgestattet und dazu ausgebildet, Unfälle mit Chemikalien unverzüglich abarbeiten zu können. Das alles ist jedoch nur ein kleiner Bereich unseres Aufgabenspektrums und Jahr für Jahr erfahren wir, dass es immer wieder neue Arten von Einsätzen gibt, die wir so noch nicht erlebt haben.

 

Zu Übungsdiensten...

... treffen wir uns jeden zweiten Dienstag um 20.00 Uhr am Gerätehaus. Um unsere neuen, "jungen" Kameraden auf die Einsätze optimal vorbereiten zu können, führen wir für diese jeden zweiten Dienstag (an dem kein "normaler" Dienst stattfindet) um 18.30 Uhr einen gesonderten Übungsdienst durch. Bei den Übungsdiensten trainieren wir sowohl den Umgang mit unseren Gerätschaften, als auch das Zusammenspiel der Einsatzkräfte des Löschzuges.

 

Eine fundierte Ausbildung...

... erhält jeder Feuerwehrkamerad. Alles beginnt mit der Grundausbildung zum Truppmann (sog. Truppmannlehrgang), nach deren erfolgreichen Abschluss er oder sie zum Feuerwehrmann ernannt wird. Anschließend können weitergehende Lehrgänge, zum Beispiel zum Sprechfunker, zum Atemschutzgeräteträger, zum Maschinisten oder zum Truppführer an der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit besucht werden. Auch ein Absturzsicherungslehrgang, ein Kettensägenlehrgang oder ein Gefahrstofflehrgang kann hier absolviert werden. Weiterhin bilden wir in unserer stadtverbandseigenen Fahrschule Feuerwehrkräfte auf einem Feuerwehr-Fahrschulfahrzeug zur Fahrerlaubnisklasse C aus. Bei Interesse und Eignung können auch Führungslehrgänge zum Brandmeister oder Brandinspektor am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) in Münster belegt werden.

Feuerwehrkleidung...

... wird von der Stadt Rheda-Wiedenbrück vollumfänglich gestellt. Dabei wird durch die hauptamtlichen Mitarbeiter in der Kleider- und Gerätewerkstatt an der Feuer- und Rettungswache in Wiedenbrück auf qualitativ hochwertige Ausrüstung geachtet. Tage, an denen Feuerwehrangehörige ohne ausreichende Schutzausrüstung und teilweise in Privatkleidung einen Feuerwehreinsatz gefahren haben, gehören längst der Vergangenheit an. Jedes Feuerwehrmitglied erhält eine umfangreiche persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus Stiefeln, Hose, Jacke, Helm, Sicherheitsgurt und Handschuhen. Sofern der Kamerad unter Atemschutz tätig wird, erhält er ferner eine persönliche Brandschutzkleidung (die sogenannte HUPF-Kleidung). Die Kleidung wird bei Bedarf zentral an der Feuer- und Rettungswache in Wiedenbrück gewaschen. Dem Feuerwehrangehörigen entstehen keine Kosten. Natürlich ist jedes Feuerwehrmitglied während seiner Tätigkeit bei der Feuerwehr, egal ob in Übung oder Einsatz, unfallversichert.

Längst keine reine Männerdomäne mehr...

... ist das Feuerwehrwesen. Immer mehr Frauen, in Rheda sind es derzeit sechs und im gesamten Stadtverband bereits über zwölf, finden Spaß am Umgang mit diversen technischen Gerätschaften und schätzen die Kollegialität im Löschzug. Dabei ist die Angst, dass jemand seinen "Mann nicht stehen" könnte, vollkommen unbegründet. Jeder und jede einzelne Feuerwehrkraft, egal ob weiblich oder männlich, bringt seine individuellen Stärken und Schwächen mit in den Löschzug ein. Hiervon profitieren alle Kameraden gleichermaßen.

Keine Angst...

... dass die Feuerwehr einen über Gebühr belasten könnte. Einsätze, die einem "schwer im Magen liegen" können, werden ausgiebig nachbereitet und besprochen. Unsere Feuerwehrseelsorger Rainer Moritz und Marco Beuermann sind Mitglieder der Löschzüge Rheda und Wiedenbrück und nicht nur durch ihre hauptberufliche Tätigkeit als Pfarrer darauf spezialisiert, den Kameraden in belastenden Situationen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Aber auch jeder andere Kamerad im Löschzug hat für alle feuerwehrtechnischen Belange immer ein offenes Ohr. Ausgelacht wird bei uns niemand.

Schule oder Ausbildung...

... beziehungsweise natürlich auch die Arbeitsstelle eines jeden Einzelnen stehen bei uns an erster Stelle. Niemand muss Angst davor haben, von seinem Arbeitgeber aufgrund seiner Tätigkeit in der freiwilligen Feuerwehr benachteiligt zu werden. Hierfür sorgt bereits Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG), das die Rechte der Feuerwehrangehörigen schützt. Aber auch durch unsere eigene Philosophie im Löschzug haben wir für die persönliche Situation eines jeden Einzelnen volles Verständnis.